Eine Investitionsprämie (Großunternehmen) beantragen

Zusammengefasst
  • Sie sind ein Großunternehmen (einschließlich gemeinnütziger Organisationen mit wirtschaftlicher Tätigkeit);
  • UND Ihr Unternehmen verfügt über eine Betriebsstätte in der Wallonie oder errichtet dort eine neue Betriebsstätte;
  • UND Sie beabsichtigen, Investitionen in einem Entwicklungsgebiet zu tätigen.

Die Wallonie kann Ihnen eine Investitionsprämie gewähren, deren Höhe von den folgenden Kriterien abhängt:

  • dem Standort der Investition;
  • den erfüllten Bewertungskriterien (mindestens das Kriterium „Erhalt der Beschäftigung“ muss erfüllt sein).

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie außerdem von einer Befreiung von der Immobilienvorsteuer profitieren.

Erfüllt Ihr Projekt die Voraussetzungen?

Mit einem kurzen Test erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob Ihr Projekt für Investitionsbeihilfen in der Wallonie in Frage kommt. → Förderfähigkeit meines Projekts prüfen (nur auf Französisch verfügbar)

Achtung
Sie müssen vor dem Eingehen der ersten mit den Investitionen verbundenen Verpflichtungen (Bestellung, Kaufvertrag usw.) ein Antragsformular auf Genehmigung zum Beginn eines Investitionsprogramms einreichen.
 
Im Detail
Zielpublikum - Details

Die Großunternehmen

Vorteile

Wenn Ihr Projekt alle Voraussetzungen erfüllt, können Sie eine Investitionsbeihilfe in Höhe von 5 % bis 17 % des Investitionsbetrags erhalten. Die gewährte Förderquote hängt von der Art der Investition, den verfolgten Zielen und dem Standort des Projekts ab.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie außerdem von einer Befreiung von der Immobilienvorsteuer profitieren.

Prozedur

Nachstehend finden Sie die einzelnen Schritte, die für die Gültigkeit Ihres Antrags zu erfüllen sind:

  1. Sie müssen über „Mon Espace“ einen Antrag auf Genehmigung zum Beginn eines Investitionsprogramms einreichen.
    Das Datum der Übermittlung des Antrags an die Verwaltung ist von Bedeutung, da es den Zeitpunkt bestimmt, ab dem mit der Durchführung der Arbeiten im Zusammenhang mit dem Investitionsprogramm begonnen werden darf.

  2. Bevor Sie das Antragsformular für die Beihilfe ausfüllen können, müssen Sie zwingend einen Antrag auf ein „Unternehmenspass“ stellen.
    Der Antrag auf den „Unternehmenspass“ muss über ein Online-Formular auf „Mon Espace“ ausgefüllt werden. Nach der Validierung des Antrags erhalten Sie per E-Mail eine Eingangsbestätigung mit einer Referenznummer.

  3. Sie müssen das Antragsformular für die Investitionsbeihilfe spätestens innerhalb von sechs Monaten nach der Genehmigung des Investitionsbeginns ausfüllen. Dabei geben Sie die Referenznummer oder den Bescheid des „Unternehmenspasses“ an.

  4. Ihr Antrag wird von der Verwaltung geprüft. Nach Abschluss dieser Prüfung erhalten Sie die Entscheidung per Post.

  5. Anschließend können Sie anhand der der Entscheidung beigefügten Unterlagen einen Antrag auf Auszahlung der Prämie stellen.

Zur Unterstützung bei Ihren administrativen Formalitäten können Sie sich direkt an die zuständigen Dienststellen der Verwaltung wenden.

Alle Beihilfeanträge können in französischer oder deutscher Sprache ausgefüllt werden.

Délais

Das Unternehmen muss vor Beginn seiner Projektinvestitionen einen Vorantrag stellen, und zwar frühestens 6 Monate vor Beginn der Investitionen. 

Das Unternehmen kann ab dem Datum seines Vorantrags mit den Investitionen beginnen und hat ab Erhalt der von der Verwaltung übermittelten Genehmigung zum Beginn seines Investitionsprogramms 6 Monate Zeit, um seinen endgültigen Antrag einzureichen. 

Falls erforderlich, kann eine Verlängerung dieser Frist um 6 Monate gewährt werden, sofern sie vor Ablauf der genannten Frist beantragt wird. 

Anschließend wird die Verwaltung alles daransetzen, die Anträge innerhalb einer angemessenen Frist zu bearbeiten. Diese kann je nach der gegebenenfalls bestehenden Komplexität des Antrags, nach Anfragen um ergänzende Auskünfte, nach erforderlichen Stellungnahmen und nach den verfügbaren Haushaltsmitteln der Beihilferegelung variieren. 

Bedingungen

Um diese Prämie in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie mindestens alle folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen Ihren Antrag vor dem Eingehen verbindlicher Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Investition (Bestellung, Auftragsvergabe usw.) einreichen und dabei den für das Projekt erforderlichen Beihilfebetrag angeben;
  • Sie müssen beabsichtigen, in einem Entwicklungsgebiet in der Wallonie eine Erstinvestition zugunsten einer neuen wirtschaftlichen Tätigkeit zu tätigen, und zwar durch:
    • die Errichtung einer neuen Betriebsstätte (Betriebssitz, Geschäftssitz, Niederlassung usw.);
    • oder die Diversifizierung der Tätigkeit einer bestehenden Betriebsstätte (die neue Tätigkeit darf nicht mit der zuvor in dieser Betriebsstätte ausgeübten Tätigkeit identisch oder ihr ähnlich sein – anderer vierstelliger NACE-Code);
    • oder die Übernahme einer Betriebsstätte, die geschlossen wurde oder ohne die Übernahme geschlossen worden wäre, durch einen Investor, der nicht mit dem Verkäufer verbunden ist, sofern die mit den erworbenen Vermögenswerten ausgeübte neue Tätigkeit nicht mit der vor der Übernahme ausgeübten Tätigkeit identisch oder ihr ähnlich ist.

In Entwicklungsgebieten des Typs a, nämlich in den Provinzen Luxemburg und Hennegau, sind alle Arten von Projekten förderfähig: Neugründung einer Betriebsstätte, Kapazitätserweiterungen, Produkt- oder Tätigkeitsdiversifizierung sowie grundlegende Änderungen des Produktionsprozesses.

  • Sie müssen eine Tätigkeit in einem der förderfähigen Wirtschaftssektoren ausüben;
  • Sie müssen ein förderfähiges Investitionsprogramm mit einem Mindestvolumen von 1 Million EUR vorlegen;
  • Ihr Investitionsprogramm muss mehrere Bewertungskriterien aus mindestens zwei verschiedenen Kategorien erfüllen und eine Mindestbewertung von 30 von 100 Punkten erreichen, um förderfähig zu sein. Das Kriterium „Erhalt der Beschäftigung“ (Erhalt von Arbeitsplätzen) muss zwingend erfüllt sein, um Zugang zur Beihilfe zu erhalten;
  • Sie müssen mindestens 25 % der Finanzierung des Investitionsprogramms durch Eigenmittel oder eine externe Finanzierung sicherstellen, die nicht durch öffentliche Mittel gefördert wird;
  • Sie dürfen kein Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten sein.
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Aktualisiert am :
Verwaltungsschritt Nr. : 2678 (nostraId = 145029)
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